Das Ausbildungsbüro in Bremerhaven

Anne-Kathrin Heuberger und Swetlana Polubinski arbeiten seit einem Jahr im Ausbildungsbüro in Bremerhaven.
Anne-Kathrin Heuberger und Swetlana Polubinski arbeiten seit einem Jahr im Ausbildungsbüro in Bremerhaven.
News vom 08.01.2020

Seit Juli 2018 arbeiten Anne-Kathrin Heuberger und Swetlana Polubinski im Ausbildungsbüro des Bildungszentrums der Wirtschaft im Unterwesergebiet. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit der Jugendberufsagentur (JBA), der Industrie- und Handelskammer für Bremen und Bremerhaven (IHK), dem Magistrat Bremerhaven sowie den Unternehmensverbänden im Lande Bremen; gefördert wird es von der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa im Rahmen der Ausbildungsgarantie.

„Dass unser Büro im Gebäude der IHK liegt, hat einen Grund: Wir sind für Betriebe da“, so Heuberger. Das Angebot besteht darin, den Bedarf und die Wünsche der Betriebe zu ermitteln und sie bei der Suche nach Auszubildenden zu unterstützen. „Für das Netzwerk ist das Ausbildungsbüro als Partner interessant, weil wir Schülerinnen und Schüler vermitteln können“, berichtet Heuberger – doch auch unser Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft ist ein guter Partner für das Ausbildungsbüro: „Wir hoffen, über das Netzwerk Kontakte zu knüpfen und die Wünsche der Betriebe besser erfahren zu können“, sagt Heuberger.

 

Gute Vermittlungsquote

Die BerufsberaterInnen der JBA, die im Rahmen ihrer Arbeit auch die Schulen aufsuchen, vermitteln junge Menschen bis 25 Jahre mit Ausbildungsreife bei Bedarf ans Ausbildungsbüro. Von SchülerInnen mit Abitur bis zu denen ohne Abschluss sind alle vertreten. Die Gründe für einen Besuch im Ausbildungsbüro sind unterschiedlich und reichen vom gemeinsamen Blick auf die Bewerbungsunterlagen bis hin zu Hinweisen für das Verhalten im Bewerbungsgespräch. Deshalb ist es dem Team wichtig, flexibel und individuell auf die Jugendlichen einzugehen. Ihr Vorgehen ist erfolgreich: Von den über 200 Jugendlichen, die bereits im Ausbildungsbüro vorstellig waren, konnten über 50 in eine duale Ausbildung vermittelt werden. Einige entscheiden sich auch dafür, weiter die Schule zu besuchen, um ihr Fachabitur oder einen anderen Abschluss zu erwerben. Andere wählen den Weg über eine Einstiegsqualifzierung der Agentur für Arbeit oder gehen in ein Praktikum. Und noch andere kommen nicht wieder, sondern suchen ihren eigenen Weg. „Unser Angebot ist freiwillig“, betont Polubinski. Da es zu keinerlei Nachteilen bei der JBA führt, wenn die Jugendlichen es nicht annehmen, treibt den Jugendlichen stets sein eigenes Interesse bei der Suche nach seinem Weg in den Ausbildungsmarkt an. „Wir empfehlen nur Jugendliche, die sich bei uns zuverlässig gezeigt haben, und vermitteln nur, wenn es zwischen den Jugendlichen und dem Betrieb aus unserer Sicht passt“, erklärt Polubinski und fügt an: „Deshalb ist es wichtig, dass wir uns mit den Betrieben vertraut machen.“ Denn eine enge Zusammenarbeit mit den Betrieben ist ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Vermittlungen. 

Bewerbungsmappen, Zuspruch und Berufsfindung

Die Jugendlichen sind oft nur drei bis vier Mal im Ausbildungsbüro. „Mir ist wichtig, dass die Jugendlichen etwas aus unserer Beratung mitnehmen“, so Heuberger. Dabei kann es um die Zusammenstellung der Bewerbungsmappe oder Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch gehen, aber auch um Zuspruch für den Jugendlichen, damit er genug Mut für seinen Weg fasst oder um die Erkenntnis, dass man seine Chancen auf dem Ausbildungsmarkt erhöht, wenn man sein Käppi im Vorstellungsgespräch absetzt. Manchmal geht es auch um die Berufswahl. „Wenn jemand noch unsicher in seinem Berufswunsch ist, hilft es ihm manchmal bei der Entscheidung, wenn er eine Bewerbung schreibt“, erklärt Heuberger. Manchmal findet er dabei über die Hobbys und Interessen eine eindeutige Entscheidung. „Viele Wege führen nach Rom; da hilft es, auch mal verschiedene Möglichkeiten zu denken“, weiß Heuberger und fügt an: „Wir sehen die Jugendlichen eher aus Unternehmersicht, das ist ein anderer Blickwinkel als der von BerufsberaterInnen und Eltern.“ Polubinski ergänzt: „Wir bieten eine unabhängige und wirtschaftsnahe Rückmeldung und holen die Jugendlichen da ab, wo sie stehen.“ 

Das Team

Anne-Kathrin Heuberger hat nach dem Abitur eine kaufmännische Ausbildung und ein Studium angeschlossen. Sowohl in der Textilbetriebswirtschaft als auch in der Industrie hatte sie Erfahrung gesammelt, bevor sie in einem Einzelhandelsgeschäft in der Innenstadt als Geschäftsführerin arbeitete. „Dort habe ich Aufgaben aus allen Bereichen übernommen, bis ich mir eines Tages die Frage stellte, welche der Aufgaben ich fortführen würden, wenn ich nur eine wählen könnte.“ Über die Antwort musste sie nicht nachdenken: Die Ausbildung. „Da war ich mit Leib und Seele dabei“, sagt sie. Als sie mit dieser Erkenntnis noch zufällig die Stellenanzeige für das Ausbildungsbüro sah, bewarb sie sich sofort.

Swetlana Polubinski hat Berufs- und Wirtschaftspädagogik studiert und anschließend Qualifizierungsprogramme für Führungskräfte organisiert und begleitet. „Im Ausbildungsbüro kann ich meine Kernkompetenzen einbringen: Beruf, Wirtschaft und Pädagogik“, sagt Polubinski und fügt an: „Hier erfülle ich eine Schlüsselfunktion zwischen den Jugendlichen und den Betrieben und habe auch Kontakt zu den Kammern und der JBA. Im Ausbildungsbüro läuft alles zusammen.“

Kontakt zum Ausbildungsbüro können Sie wie folgt aufnehmen:

Anne-Kathrin Heuberger
0471 – 92460-522 
heuberger@handelskammer-bremen.de

Swetlana Polubinski
0471 – 92460-521 
polubinski@handelskammer-bremen.de

 

In einer Schlüsselfunktion zwischen Betrieben und Jugendlichen stärken Swetlana Polubinski und Anne-Kathrin Heuberger den regionalen Ausbildungsmarkt.In einer Schlüsselfunktion zwischen Betrieben und Jugendlichen stärken Swetlana Polubinski und Anne-Kathrin Heuberger den regionalen Ausbildungsmarkt.

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